Alpenüberquerung 2013

Am 07.01.2013 war es wieder soweit, die Höhenwinde waren günstig um eine Alpenüberquerung zu wagen. Tage zuvor hatte sich im Wetter diese Situation angekündigt und wir verfolgten jeden Tag die Veränderung in den Prognosemodellen um einen günstigen Startzeitpunkt zu erwischen. Früh um 08:00 Uhr fuhren wir bei tiefen Wolken und Nebelfetzen ins Tannheimer Tal.
Wir meldeten uns kurz beim Veranstalter und gingen dann auf das Startfeld zwischen Tannheim und Kienzen, welches am Abend zuvor hervorragend mit der Schneeraube präpariert worden war. Die Vorbereitungen bis zum Start benötigten dann noch gut zwei Stunden. 
Eine Überquerung ist quasi wie eine Expetition, da man für alle Fälle auf eine Berglandung vorbereitet sein muß. Außerdem benötigt man Sauerstoff, da die Höhe in der der Ballon gefahren wird zwischen 4500 und 6000m liegt. Gegen 10:00 Uhr entstanden in der bis dahin geschlossenen Wolkendecke kleine blaue Löcher die dann immer größer wurden. Ein sicherer Start war damit jetzt möglich.
Um 10:30 Uhr stiegen wir auf, ein befreundeter Ballonfahrer Roland, aus dem Schwabenland, startete 5 Minuten nach uns, und stieg mit Abstand zu uns ebenfalls auf. Die Luft war ruhig erst ab einer Höhe von 2000m begann der Ballon dann langsam auf Südkurs einzudrehen und wurde mit zunehmender Höhe immer schneller. In ca. 5500m  Höhe erreichten wir dann die größte Geschwindigkeit mit 110 km/h. Wir fuhren über den Arlberg in Richtung Süden. Die Luftraumfreigaben von München Information, Innsbruck Radar und Verona Radar waren kein Problem.
Alpenhauptkamm
Nachdem wir den Hauptkamm überwunden hatten ließen wir uns eine Freigabe zum Absteigen über Italien geben, unser Zielgebiet war dann Brescia.

Da weiter im Süden wieder dichter Nebel herrschte, stiegen wir etwas schneller ab, um die sich auf Osten änderte Bodenströmung in Richtung Venedig zu nutzen. 
Nach 3,5 Stunden Fahrzeit hatten wir zwei große Wiesen unter unserem Korb. Die zweite Wiese nahmen wir zum Landen, da dort ein Weg günstig zu unserem Landeort führte.
Sofort waren wir von vielen Italienern umringt, die uns freundlich begrüßten. Mit unserem Italienisch, Händen und Füßen hatten wir dann eine anregende Unterhaltung.
Ein älterer Italiener fragte dann ob er Petroleum holen soll, damit wir weiterfahren können, es hat aber etwas gedauert bis wir verstanden was er meinte, er hatte einen richtigen italienischen Slang drauf. Es war eine tolle Fahrt, mein Bruder Michael hielt den Ballon exakt auf Höhe und ich kümmerte mich um die Technik und den Funk. Meine Frau Erika und unser sehr guter Freund Clemens waren restlos begeistert.  

Eine kleines Gläschen Prosecco, welches wir schnell in Italien organisierten, rundeten zum Abschluss diese tolle Fahrt ab.  

Wir haben unsere Fahrtstrecke über Google Earth, und viele Bilder diesem Bericht beigefügt. 
Google Earth Track
Viel Spaß beim lesen des Berichtes und anschauen der Bilder.

Wer Lust bekommen hat, kann sich bei uns melden wenn es im nächsten Winter wieder in Tannheim in die Luft geht.      

www.Rhoenballon.de E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Euer Georg, Michael und Erika                

 

 

 

Ein gutes neues Jahr !!

Lebenszeit
Wenn Jahre vergehen
zart wie ein Windhauch verwehen

dann denkst du zurück
denkst an Hoffnung und Glück
bist in Gedanken gefangen
willst behalten die Zeit,
ohne Gedanken an so manches Leid
siehst die schönen Dinge des Lebens
siehst die Jahre vergehen
zart wie ein Windhauch verwehen

von Georg Leupold 25.12.2012
Euch eine schöne Zeit im neuen Jahr


Wir wünschen allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2013

euer
Rhoenballonteam.de
Georg, Michael, Gundi, Tilo, Angela, Marco, Obelix, Werner und Tomson

See you up in the Sky !

Sylvester


 

Meteoblue lokal

Lightning

Gewitter in Echtzeit